Sportweekend 2009

Auffahrts-Trainingslager in Cadro

E. Schmid 

Steht ein SATUS-Sportfest an – ganz besonders im Nachbardorf – ist seriöse Vorbereitung Pflicht. So machte sich am Mittwoch vor Auffahrt eine muntere Suhrer Sportlerschar zum Trainingslager Richtung Tessin auf. Einige Biker bestiegen bereits am Mittag den Zug und brausten von Airolo die Leventina hinunter nach Bellinzona. Andere folgten gegen Abend im Kleinbus. Nach steilem Aufstieg von Lugano nach Cadro trafen die Biker auf die übrigen Sportler und liessen sich von feiner Pizza und herrlicher Aussicht auf Lugano für die Strapazen entschädigen.  

1000 Höhenmeter hinauf zum Monte Boglia: so lautete die Herausforderung für die Auffahrtswanderung. Gestärkt durch ein ausgiebiges 4*-Sportlerfrühstück stürmte die SATUS-Schar – jede Marschtabelle pulverisierend – den Berg empor. Nur Risotto und Minestrone auf der Alpe Bolla konnten eine Verschnaufpause bewirken. Bald führte der Weg weiter bis zum Gipfel, mit prächtigem Ausblick auf das ganze Luganerseegebiet. Ebenso steil ging die Route via Bré Paese hinunter zum Seeufer. In Castagnola waren plötzlich einige verschwunden. Da schallte es aus einem Hauseingang: Hierher! Wanderleiter Markus war nicht etwa in eine Villa eingebrochen: nein – er lud im Ferienhaus der Schwiegereltern zum lauschigen Apéro am See; bevor das Postauto die müden, teils blasenverzierten Füsse zur Unterkunft zurückbrachte. 

Am Freitag war Turniertag angesagt: In Gruppen mass sich die Sportlerschar bei Tennis, Fussball und Golf. Aus Platzgründen beschränkte man sich auf die jeweilige Mini-Variante. Einzelne Eiserne, davon noch nicht genug gefordert, schwangen sich anschliessend aufs Bike und fuhren gleich nochmals einen Teil der Wanderung vom Vortag ab…  

Am Samstag stand die „richtige“ Biketour südlich vom San Salvatore Richtung Morcote an. Zwar hatte Organisator Dani von gut befahrbaren Velowegen gesprochen. Vor allem Fahrer mit beschränkt geländetauglichem Material wurden dann allerdings vom ruppigen, teilweise steil abfallenden Terrain bis aufs Äusserste gefordert. Manch unfreiwilliger Stop war die Folge. Besonders die Damen atmeten auf, als der Weg endlich einem gewöhnlichen Waldweg zu gleichen begann. Kurz nach Erklimmen des höchsten Punktes wartete ein feines Restaurant mit edlem Menuangebot – allerdings auch zu entsprechenden Preisen. Schliesslich beschränkten sich die SATUS-Sportler darauf, etwas zu trinken und den ärgsten Hunger heimlich mit Mitgebrachtem zu stillen.

Hoch über dem See gings danach durch Parkanlagen zurück Richtung Lugano, auf halbem Weg durch eine willkommene Glacepause unterbrochen. In Pazzallo wartete das Begleitfahrzeug auf die Verladewilligen. Einige Hartgesottene aber liessen sich nicht davon abhalten, trotz sengender Hitze nochmals den Aufstieg Richtung Cadro in Angriff zu nehmen.  

Nach feinem Nachtessen im Grotto hoch über Cadro hiess es tags darauf schon „zurück Richtung Norden“. Die im Bus Richtung Gotthard losgefahrenen Sportler kamen so rasch durch die Röhre, dass es im Norden nochmals für eine Bergwanderung reichte. Eine knappe Mehrheit bikte währenddessen hoch über Lugano auf anspruchsvollem Parcours nach Bellinzona, wo schon der Zug Richtung Gotthard wartete. 

Einmal mehr waren die SATUS-Sportler im Trainigslager bei prächtigem Wetter hart gefordert worden. Wenn das sich nicht in guten Leistungen am Sportfest Oberentfelden niederschlagen würde …