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Sportfest 2008

Medaillenregen für den SATUS Suhr

Am Sportfest vom 20. bis 22. Juni musste sich zeigen, ob sich der Trainingsaufwand inklusive Auffahrts-Trainingslager für die SATUS-Sportler gelohnt hatte. Während sich die Turner am Freitagabend vorerst auf Pasta-Buffet und EM-Viertelfinal konzentrieren konnten, starteten das Volleyball-Team und die Unihockeyaner bereits um 19 Uhr in ihre Nachtturniere. In der entscheidenden Phase waren dann aber die Turner zum Anfeuern zur Stelle. Nicht umsonst: beide Teams konnten sich weit vorne in der Rangliste platzieren – am Schluss gabs einen 3. Rang (von 29!) fürs Volley und gleich nochmals Bronze fürs Unihockey – die Trainingsdisziplin trug also offensichtlich Früchte!

Nachtschwärmer mit eigener Stereoanlage auf dem Zeltplatz sorgten dafür, dass viele Turner während der ohnehin kurzen Nacht kaum ein Auge zudrücken konnten. Nachdem der Präsident schon zuvor von einem Strolch mit einer nassen WC-Rolle beworfen worden war, war sich die Turnerschar ihrer Leistungsfähigkeit nicht mehr so sicher. Würde man sich am Wettkampftag trotz allem wieder voll auf sportliche Höchstleistungen konzentrieren können?

Nachdem sich auch die erst am Samstagmorgen hinzugestossenen Turner am reichhaltigen Frühstücksbuffet verköstigt hatten, machten sich die Sportler für den Teamwettkampf bereit. Gegenseitig feuerten sich die 4 suhrer Quartette bei den verschiedenen Disziplinen an (Ausdauerlauf, Sprint mit Basketball, laufender Weitsprung und Zielwurf). Suhr 1 und 2 lieferten sich bei den Älteren bis zur letzten Disziplin ein hart umkämpftes, spannendes Duell um den vereinsinternen Sieg. Ob das auch in der Gesamtwertung für Spitzenränge reichen würde?

Nach der mittäglichen Stärkung stand noch der Einzelwettkampf an. Doch angesichts drückender Mittagshitze zogen es die Suhrer vor, sich bei einer Siesta im Baumschatten noch etwas von den morgendlichen Strapazen zu erholen. Schliesslich galt es, in den 8 Disziplinen möglichst hohe Punktwerte zu erkämpfen.

Nach der willkommenen Pause mobilisierten die Suhrer nochmals alle Energiereserven und trieben sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. Zwischendurch beteiligten sie sich auch noch in zwei Disziplinen am neuen einteiligen Vereinswettkampf, bei dem es galt, jeweils mindestens zu acht ein möglichst gutes Gesamtergebnis zu erzielen. Nach einer abschliessenden gemeinsamen Runde auf der Finnenbahn stiessen die Suhrer mit einem kühlen Bier auf den Abschluss des Haupt-Wettkampftags an und genossen die auf der Wiese stattfindenden Gruppendarbietungen. Schon bald aber galt es, sich fürs Abendessen bereitzumachen. Den kurz nach der Siegerehrung auf Grossleinwand übertragenen Fussballkrimi Holland-Russland wollte man sich schliesslich nicht entgehen lassen.

Doch oh Schreck beim Betreten des Festzelts: eine schier endlose Schlange Hungriger belagerte das Buffet – offensichtlich waren die Organisatoren vom gleichzeitigen Andrang überfordert. Trotz knurrender Mägen beschlossen die meisten notgedrungen, sich vorläufig auf flüssige Nahrung zu beschränken (wozu man sich eigentlich ebenso in die Schlange hätte stellen müssen – doch der Durst überwog für einmal englische Disziplin). Hart war allerdings, dass alle, die sich etwas zu essen ergattert hatten, mit dampfenden Tellern unmittelbar am Suhrer Tisch vorbei zu ihren Plätzen steuerten. Hoffentlich würde zumindest die bevorstehende Siegerehrung die knurrenden Mägen vorübergehend vergessen machen.

Und die Suhrer wurden nicht enttäuscht: Im Teamwettkampf errang das aus den Reihen des Unihockey zusammengestellte jüngste Suhrer Quartett die Silbermedaille. Kaum Grenzen kannte der Jubel, als bei den Älteren die 3 Suhrer Teams nebst einem vierten Rang als Gewinner von Gold und Silber ausgerufen wurden! Hochzufrieden machten sich die meisten Suhrer in Richtung Stadion auf, um sich einen guten Platz für den EM-Match zu sichern. Auf dem Weg dahin liess sich mit einer Bratwurst zumindest der ärgste Hunger stillen. Von Fussball allerdings war auf der Leinwand vorerst nicht viel zu sehen – der Projektor musste gegen den längsten Tag des Jahres anfänglich kapitulieren.

Während einige nach dem Match bereits ins Zelt schlüpften, wollten die meisten noch etwas bei Musik und Tanz im Festzelt feiern. Doch kurz nach Mitternacht war endgültig Bettruhe angesagt, denn der letzte Wettkampftag sollte für die Meisten bereits in aller Früh beginnen.

Nach kurzem Schlaf trafen sich die Suhrer am Sonntagmorgen kurz nach 6 Uhr wieder zum Frühstück. Während 6 Suhrer Mixed-Duos ab 7 Uhr am Badminton-Turnier teilnahmen, traten 2 Suhrer Trios beim Triathlon an. Ein weiteres Suhrer Duo wollte sich gar im Beach-Volley messen.

Gegen Mittag traf sich die Suhrer Sportlerschar unter dem mittlerweise in Beschlag genommenen Schattenbaum, um Schlussvorführungen und Siegerehrung nicht zu verpassen. Obs wohl für weitere Medaillenränge reichen würde?

Schon im Badminton konnten zwei Suhrer Duos feiern: Sowohl Isabelle und Philipp Schneider bei den Aktiven (57 Teams) als auch Käthi + Geri in der Kategorie 45+ (20 Teams) erkämpften sich je die Silbermedaille. Und gleich nochmals Silber gabs für Christoph Widmer und Marco Vontobel im Beach-Volley. Im Einzelwettkampf (Kategorie A) errang Roman Kuhn die bronzene Auszeichnung. Geri Leutwyler wurde in der Kategorie D unter 42 Sportlern gar umjubelter Goldmedaillengewinner und damit wie schon im Team-Wettkampf Turnfestsieger! Zu dumm, dass der Suhrer Fahnenträger vor lauter Suhrer Medaillengewinnern gerade bei diesem Triumph seinen Einsatz verpasste…

Doch noch war sein Engagement gefragt: Im Triathlon durfte Suhr 1 (Markus Karli, Dani Furrer, Erich Schmid) eine weitere Silbermedaille in Empfang nehmen. Und im Vereinswettkampf gabs nebst einem 8. erneut einen 3. Rang zu bejubeln. Die im Anschluss an die Siegerehrung verteilte Rangliste zeigte, dass sich im Einzelwettkampf nebst den Medaillengewinnern viele andere Suhrer auf vorderen Rängen platzieren konnten:

  • Gaby Lüscher als einzige für Suhr startende Sportlerin (13. von 54)
  • Marco Vontobel (8.) und Christop Widmer (11.) in der Kategorie A (total 21)
  • Dani Furrer (4.) Erich Schmid (8.), Beat Leutwyler (12.) und Klaus Valeczky (15.) in der Kategorie C (total 39)
  • Kurt Flückiger (9.), Beni Alemann (15.) in der Kategorie D (total 42)

Mit der Gewissheit, dass sich der Trainingsaufwand tatsächlich voll ausgezahlt hatte, durften die Suhrer nach den letzten Vorführungen – unter anderem mit einer schweizer Weltmeisterin im Rhönrad – zufrieden den Heimweg antreten. Einen Schreckmoment allerdings gabs beim Ausladen: Zwei Turner suchten vergeblich Gepäck und Zelte. Kurz entschlossen fuhr Geri zurück nach Langenthal und konnte wenig später Entwarnung geben. Das Gepäck war nicht wie schon befürchtet von einer fremden Riege eingeladen worden. Auch nicht etwa Platzmangel wegen der reichen Medaillenausbeute war der Grund – eines der Gepäckdepots war in der Festfreude schlicht und einfach in Langenthal vergessen worden…

Trainingslager 2008

Trainingslager in San Nazzaro

Tops und Flops im SATUS-Trainingslager am Lago Maggiore

Wie kann die SATUS-Turnerschar beim Sportfest Langenthal wieder mit sportlichen Höchstleistungen brillieren? Da gab’s nur eins: ab ins traditionelle Auffahrts-Trainingslager, diesmal nach San Nazzaro oberhalb des Lago Maggiore. Als sportliche Höhepunkte auf dem Programm: eine Bike-Passfahrt (von 200 auf knapp 1400m) und eine Bergtour zum Monte Gambarogno (von 350 auf 1734m).

Um Stau zu vermeiden, machten sich die meisten Teilnehmenden schon am Mittwoch per Minibus auf den Weg Richtung Süden. Einige besonders Sportliche verluden bereits am Mittag ihre Bikes in den Zug. Zwar vereitelte nach dem Gotthard strömender Regen die geplante Abfahrt hinunter nach Biasca – doch kurzentschlossen gings retour durch den Tunnel, per Bike von Göschenen nach Erstfeld und von dort wieder per Zug Richtung Süden. Allerdings wurden die Biker zwischen Cadenazzo und San Nazzarro mangels Verlademöglichkeit dann doch noch richtig durchgewaschen …. Immerhin erreichten sie fast zeitgleich mit der im Stau steckengebliebenen Busequipe das an prächtiger Aussichtslage 200m oberhalb des Lago Maggiore gelegene Hotel.

An Auffahrt stand zum Einstieg ein Minigolftournier auf dem Programm. Als schliesslich auch noch die letzten Nachzügler eingetroffen waren, hiess es zuerst mal Kraft tanken – mit einem kurzen Aufstieg zum europaweit bedeutenden Ort der Kraft auf der „Sass da Grüm“ oberhalb von S. Nazzarro. Und diese Kraft war beim anschliessenden, hart umkämpften Fussballmatch auch nötig – besonders für die Bergung diverser Bälle, die nach Befreiungsschlägen den Steilhang hinunterzukollern drohten… Nach lockerem Ausklang am Pool freuten sich alle auf das Abendessen in der Pizzeria. Allerdings war der Service eher kläglich, lagen doch für die auf der kühlen Terrasse fröstelnde, hungrige Schar nicht mehr als 2 Pizzas pro Backgang drin. So war nach einem kurzen Schlummertrunk im Hotel auch schon bald Bettruhe vor der grossen Biketour angesagt.

Am Freitagmorgen gings richtig los: Die Bike-Route führte in flottem Tempo entlang dem Lago Maggiore über die Grenze nach Maccagno. Dann stand das „Pièce de résistance“ an: 1200 Höhenmeter Aufstieg via Indemini zur Alpe di Neggia. Die meisten – ohne Bergerfahrung mit dem Velo – hatten gehörigen Respekt vor dieser Herausforderung. Immerhin war der Minibus als Begleitfahrzeug dabei, so dass sich ein paar wenige kurzzeitig etwas erholen konnten. Die meisten aber bissen eisern durch und kämpften sich – zwischendurch gestärkt durch ein vorzügliches lokales Mittagessen – aus eigener Kraft bis zur Passhöhe hoch – manche zur eigenen Überraschung. Wenn da das feine Zvieri auf der Alpe di Neggia nicht verdient war….

Danach stand auch schon ein weiterer Lohn für die Strapazen an: mit quietschenden Bremsen gings im Schuss hinunter, zurück nach San Nazzarro. – und für einige noch etwas weiter zur Velorückgabe in Tenero. Mancher konnte kaum glauben, so viele Höhenmeter bewältigt zu haben.

Am Abend stand als Geheimtipp ein echtes, währschaftes Grotto auf dem Programm. Doch welche Enttäuschung: ungemütliches Ambiente, keine Gedecke und mürrische Bedienung dämpften auch den ärgsten Hunger. Nachdem der Kellner gar anfing, seine Gäste zu beschimpfen, war der Entscheid zum Aufbruch rasch gefällt. Schliesslich fand die empörte Turnerschar im etwas weiter entfernten Flugplatzrestaurant doch noch einen feinen Abschluss eines anstrengenden Tages. Doch der Ärger über eine nicht für möglich gehaltene Gastfeindlichkeit liess sich erst beim anschliessenden Grappa im Hotel einigermassen dämpfen. Und das sollte ein Geheimtipp sein?

Monte Gambarogno, 1734m: So hiess die sportliche Herausforderung am Samstag. Nach flachem Start führte schon bald ein endlos steiler Weg Richtung Gipfel. Manche waren froh um die kühlen Temperaturen, besonders mangels Trinkgelegenheit unterwegs. Ab 1300 m dann die Überraschung: immer tieferer Schnee und bald kaum mehr ein Weg erkennbar. So musste der Tourenleiter Tritte stampfen, insbesonder für ein paar Optimisten, die sich mit ihren Turnschuhen bereits im Hochsommer wähnten.

Doch statt die Tour abzubrechen hielt die Turnerschar durch und wurde auf dem Gipfel durch ein prächtiges Panorama belohnt. Auf der Alpe di Neggia wartete dann wieder die wohlverdiente Stärkung, bevors mit dem Bus zurück nach San Nazzarro ging.An diesem Abend durfte kulinarisch nichts mehr schiefgehen. Auf Empfehlung des Hotels konnte die Turnerschar endlich echte tessiner Gastfreundschaft geniessen, im Grotto … beim Italiener…

Jugitag 2008

Jugitag vom 5. Juni in Oftringen

Am 5. Juni war es wieder einmal so weit. Der Jugitag war da. Alle Mädchen der Jugendriege Satus Suhr haben fleissig darauf hin trainiert und konnten es kaum mehr erwarten. Dank den engagierten Eltern der Kinder war der Hin- und Rückweg kein Problem. (Ein grosses Dankeschön an die Eltern!!!)

Bekanntlich muss man sich ja alles verdienen. So starteten das Schnurball und die Einzelwettkämpfe bei leichtem Nieselregen. Die guten Ergebnisse müssen Petrus erfreut haben, denn schon  bald mussten die „Chäppi“ aus dem Rucksack gekramt werden, weil uns die Sonne auf den Kopf brannte. Neben vielen guten Resultaten und einigen Auszeichnungen,  erreichte Schmidlin Julia den ersten Platz auf dem Podest (Jahrgänge 00/01) und Fischer Janine durfte eine Bronze-Medaille mit nach Hause nehmen (Jahrgang 96/97). Im Schnurball erkämpften sich die Jüngsten trotz nassem Ball und Rasen einen tollen 3. Rang. Bravo! Das Fangen war nämlich zeitweise ein richtiges Kunststück.

Zum Mittagessen gab es das traditionelle „Hörnli mit Wiskas“ (Hackfleisch) und schon ging es wieder weiter. Nun mussten sich die Kids im Stafetten laufen, Seilziehen und  Gruppenhindernislauf beweisen, was mit viel Elan angegangen wurde. Die Mädchen der Kategorie C belegten den dritten Platz im Seilziehen, die anderen erreichten durch tollen Einsatz Ränge im vorderen Drittel.

Nach den Gruppenwettkämpfen durfte man sich ausruhen und die Sektionstänze geniessen, an welche die Rangverkündigung anschloss. Mit dem Wetter hatten wir grosses Glück. Denn kaum waren alle Kinder wieder in ihre „Taxis“ eingestiegen fing es wieder an zu tröpfeln. So hatte auch der Jugitag 2008 sein Ende gefunden und der von 2009 wird schon freudig erwartet.

Sportweekend 2006

Geisterfahrer am Bodensee

Erich Schmid

Am letzten Augustsamstag war es wieder soweit: Eine stattliche Schar SATUS-Sportlerinnen und -Sportler bestieg den Zug Richtung Kreuzlingen, Ausgangspunkt für das diesjährige Sportweekend. Geplant war am Samstag eine Velofahrt um den Überlinger See, am Sonntag Skating und Velo von Kreuzlingen nach Rorschach. Die von Westen her schon für Samstag angesagte Regenfront liess allerdings wenig Gutes ahnen – immerhin war die Ostschweiz da wohl die beste Wahl …

Kurz vor 10 Uhr konnten am Bahnhof Kreuzlingen die Mietbikes in Empfang genommen werden. Nachdem das Gepäck bei der Unterkunft deponiert war, gabs am Hafen eine letzte Stärkung vor dem Start. Gegen Mittag pedalten die Suhrer bei bestem Wetter Richtung Konstanz los. Am Zoll vorüber, im Schuss hinunter Richtung See – da plötzlich ein Schrei – eine Sportlerin hatte die Kraft der Vorderbremse unterschätzt und samt Velo eine prächtige Hechtrolle hingelegt – zum Glück ohne Blessuren: Note 9.8! Wenige Meter weiter zwang ein plattes Hinterrad den Präsidenten himself zur Umkehr. Doch was ein richtiger Präsi ist, weiss sich zu helfen, ersetzt den Schlauch gleich selbst und meldet sich kurze Zeit später per Natel zur Aufholjagd… Erleichtert gings weiter, hügeliger als erwartet, dafür immer wieder mit prächtiger Sicht auf den See. Doch da – schon wieder ein Schrei: eine Kurve war zu eng fürs Tempo der „Hechtrollerin“. Erst von einem geladenen Weidezaun wurde sie unsanft gebremst; das Gepäck segelte zur Verblüffung der Kühe schwungvoll in die Wiese … Sollte das etwa so weiter gehen?

Doch die Pessimisten behielten Unrecht – abgesehen von einer abgebrochenen Lampe (bei wem wohl …) blieben die Suhrer von weiteren Pannen verschont. Dafür hatte Organisator Geri Leutwyler alle Mühe, die temperamentvolle Radlerschar beieinander zu halten. Prompt wurde der vorgesehene Badehalt verpasst und man traf sich erst nach 14 Uhr in Ludwigshafen zum späten Imbiss.

Aus Westen näher rückende dunkle Wolken mahnten bald zur Eile. Mit flottem Rückenwind gings zum Glück zügig Richtung Meersburg. Es reichte gerade noch für einen kleinen Rundgang, bevor prasselnder Regen zur Flucht in die nächste Weinbar zwang… Gelegenheit, bei einem Glas auf die erfolgreiche Seeumrundung anzustossen.

Nach der Überfahrt mit der Fähre lachte auf Schweizer Seite schon wieder die Sonne und erlaubte eine trockene Rückkehr zur Unterkunft. Am Abend entschädigte feine Kost in einem nahe gelegenen Gourmet-Restaurant für die Strapazen. Allerdings liess gegen Mitternacht einsetzender Platzregen nicht gerade auf Skatingbedingungen am Sonntag hoffen.

Doch siehe da – am Morgen sah es schon wieder recht trocken aus. Auch wenn noch immer dunkle Wolken am Himmel hingen, machten sich die Skater nach dem Frühstück mutig bereit – schliesslich hatte es ja im Notfall unterwegs immer wieder einen Bahnhof. Dicht dem See entlang führte die Skatingroute bei idealer Temperatur Richtung Rorschach. An Apfelplantagen vorbei, schnaubende Dampfzüge grüssten. Doch was war los? Sobald der Weg breiter wurde, kamen immer mehr Velofahrer und Skater den Suhrern entgegen und zwangen zu manch halsbrecherischem Ausweichmanöver. Tausende Ostschweizer wollten offenbar lieber in verkehrter Richtung gegen den Wind fahren. „Slow up Bodensee“ nannten sie das – ganz dem langsamen Vorwärtskommen entsprechend. Bald gaben die Suhrer es auf, die Ostschweizer mit dem Zuruf „Geisterfahrer“ auf die falsche Fahrtrichtung hinzuweisen – zu gross war die Übermacht, die fröhlich winkend „He, selber Geisterfahrer“ zurückrief…

Zum Glück führte die Skatingroute bald wieder weg von den Massen und auf ruhigeren Wegen Richtung Arbon. Nach einem ausgiebigen Zwischenhalt in einer Arboner Pizzeria gings zügig nach Rorschach, wo zum Abschluss eine Sandskulpturen-Ausstellung am Ufer zur Zickzackfahrt in der Menschenmenge zwang. Dank dem vorher so sportlichen Tempo blieb dennoch genug Zeit, um den Bahnhof zu erreichen. Auf der Rückfahrt waren sich alle einig: Das hatte Geri Leutwyler zusammen mit Petrus wirklich perfekt organisiert!

Sportfest Interlaken

Satus Suhr räumt ab

Bei besten Wetterverhältnissen reisten rund 30 Sportlerinnen und Sportler des SATUS Suhr ans kantonal-bernische Sportfest vom 9.-11. Juni in Interlaken. Die Frage war: Würden sich seriöse Vorbereitung und frühzeitige Anreise wohl in entsprechenden Resultaten niederschlagen?

Bereits an der freitäglichen Volleyball-Night vermochte das Mixed-Volleyball-Team einen ersten Glanzpunkt zu setzen: Lange nach Mitternacht und nach manch hart umkämpfter Partie durften sich die Suhrer unter 23 Teams als stolze Turniersieger feiern lassen!

 Der tolle Auftakt beflügelte am Samstag auch die übrigen Suhrerinnen und Suhrer zu Höchstleistungen: Im Team-Fit erkämpfte sich das beste Suhrer Quartett gleich nochmals eine Goldmedaille; die weiteren Teams belegten die Plätze sechs und neun. Etwas weniger Wettkampfglück hatten die Unihockeyaner, die sich als 16. von 24 Teams im Mittelfeld klassierten. Im Einzelwettkampf „Fit mit Sport“ hingegen zahlten sich hartes Training und voller Einsatz wieder aus: Bei den Sportlern A reichte es Roman Kuhn als Viertem von 29 Teilnehmern fast zu einem Podestplatz, ebenso Isabelle Schneider als Fünfte bei den Sportlerinnen A (32 Teilnehmerinnen). Gar stolze Silbermedaillengewinnerin wurde Ursi Ebneter bei den Sportlerinnen C (73 Teilnehmerinnen)! Und damit nicht genug: Bei den Sportlern C (66 Teilnehmer) errang Geri Leutwyler als Dritter ebenfalls eine Medaille, dicht gefolgt von weiteren Suhrer Spitzenrängen (7. Kurt Flückiger, 8. Erich Schmid, 11. Klaus Valeczky, 15. Daniel Furrer). Zufrieden konnte die Suhrer Sportlerschar die Abendvorführungen geniessen und sich für den letzten Wettkampftag stärken.

Am frühen Sonntagmorgen nahmen mehrere Suhrer Teams im Mixed-Badminton den Kampf um vordere Ränge auf, während zwei Mannschaften sich am Triathlon beteiligten (Schwimmen im Brienzersee, Rennen, Inline-Skating). Nur um zwölf Sekunden verpasste Suhr 1 hier als Vierte von 16 Mannschaften einen Podestplatz, während Suhr 2 sich dicht dahinter auf dem sechsten Platz klassierte. Noch besser schlugen sich die Suhrer im Badminton. Trotz grossem Teilnehmerfeld dominierten sie gleich beide Alterskategorien. Sowohl bei den Jüngeren (74 Teams) als auch den Älteren (21 Teams) zierten Suhrer Duos am Schluss mit jeweils dem 1. und dem 3. Platz die Ranglistenspitze! Weitere Suhrer Teams belegten die Ränge fünf und neun. Hätten sich einige Suhrer im Verlauf des Turniers nicht gegenseitig eliminiert – wer weiss?

 Mit einer ausgezeichneten Bilanz durften die Sportlerinnen und Sportler des SATUS Suhr zufrieden den Heimweg von einem rundum gelungenen Sportfest in prächtiger Kulisse antreten – höchstens etwas geplagt vom schlechten Gewissen, als Nicht-Berner derart abgeräumt zu haben…

Satus Suhr schlägt San Remo

Auffahrtstraining der Turnerinnen und Turner in Ligurien

Ohne Trainingsfleiss kein Erfolg beim Höhepunkt des diesjährigen Vereinsjahres, dem Sportfest 2007 in Rothrist. Das sagten sich die Turnerinnen und Turner des SATUS Suhr und machten sich am Auffahrtswochenende für 5 Tage auf den Weg ins ligurische Bajardo bei San Remo. Dorthin in ihre neue Heimat hatte das ehemalige SATUS-Mitglied „Bäbe“ Tschopp-Hunziker die Sportlerschar eingeladen. Am Mittwoch Mittag fuhr ein Dutzend SATUS-Sportlerinnen und –Sportler per Auto Richtung Süden los. Zwar waren beim Kaffeehalt auf halber Strecke noch alle beisammen, doch nach der Autobahnausfahrt San Remo zeigten die Lotsen unterschiedliches Geschick bei der Routenwahl. So waren am Ende alle froh, dass auch das letzte Auto noch zu einigermassen christlicher Stunde im 900 Höhenmeter oberhalb von San Remo gelegenen Bajardo eintraf. Bäbe und Walo entschädigten die Sportler mit einem feinen Apéro und anschliessendem Nachtessen für die lange Anreise.

Am nächsten Tag galt der sportliche Ernst: Auf Schusters Rappen – wegen angeblichem Steinschlag mit Helm bewehrt – ging es auf zum 1627 Meter hohen Monte Ceppo. Nach kurzem Abstieg die Überraschung: statt gegen Steinschlag wurden die Helme für die von Walo und Bäbe bereitgestellten Trottinetts benötigt. Im Schuss ging es um enge Kurven mehrere hundert Meter hinunter Richtung Küste. Während die Einen sich mit vollem Einsatz ein Rennen lieferten – bis hin zu einem glimpflich verlaufenen Sturz – nahmen es andere lieber etwas gemütlicher. Unten angekommen lockte das malerische Städtchen Aquadolce zur Belohnung mit einem feinen Gelato.

Am Freitag stand schon der nächste sportliche Höhepunkt auf dem Programm: Per Inline-Skates musste eine teilweise holprige, rund 7 km lange leichte Steigung bewältigt werden. Statt Trottis lagen diesmal auf über 1100 Metern Wanderschuhe bereit. Mehr oder minder steil führte der Weg hinunter Richtung Meer, die malerische Küste immer vor Augen. Unten warteten Sandstrand, Liegestühle und ein Volleyballfeld auf die Sportlerschar. Allerdings war an Sport erst nach einem ausgiebigen Nickerchen wieder zu denken. …

Zum Ausklang am Samstag konnten auf 1100 Metern Höhe nochmals die Trottinetts gesattelt werden. Und wieder gings in rasanter Schussfahrt hinunter Richtung Küste. Doch da – wie schon am ersten Tag, überschätzte erneut ausgerechnet ein Töfffahrer den Kurvenhalt seines Trottis und schlitterte zu Boden. Doch beim SATUS beisst man auf die Zähne und fährt weiter… Ins Begleitfahrzeug wechseln musste hingegen der Präsident, der es als Einziger (dafür zum 2. Mal) schaffte, einen Platten einzufangen! An der Küste wurde wieder ein Strand in Beschlag genommen und das mitgebrachte Beachvolley-Netz aufgestellt. Zweierteams massen sich in manch spannendem Fight und erfrischten sich in den Wettkampfpausen mit einem Bad im kühlen Meer. Schon wollte man zum Erholungsteil übergehen, als zwei sportgebräunte Italiener die Suhrer zum Duell aufforderten. Zwar gelang es den San-Remo-Boys, die SATUS-Auswahl zu letztem Einsatz zu zwingen, doch am Ende wurden sie von den routinierten Suhrern verdient mit 3:0 Sätzen vom Strand gefegt! Am Abend schon wieder eine Überraschung: Die SATUS-Schar durfte sich als Pizzaiolo versuchen und die eigenen Kreationen gleich im Dorf-Pizzaofen backen.

Auf der sonntäglichen Rückreise waren sich alle einig: ein gelungenes, von Geri und Käthi super organisiertes Trainingslager bei grosszügigen Gastgebern. Bleibt die Frage: Wird sich der Trainingsaufwand auch in guten Resultaten am Sportfest niederschlagen?

Sportweekend Ticino

Vielseitiges SATUS-Sportweekend im Tessin

Erich Schmid

Am letzten August-Samstag bestiegen ein Dutzend muntere SATUS-Sportler bei bestem Wetter den Zug in Richtung Tessin. Die einzige ebenfalls mitgekommene Sportlerin gab gleich mit feinen, frisch gebackenen Zöpfli ihren Einstand. Am Bahnhof Airolo standen schon die Bikes zur Abfahrt bereit. Nach kurzer Instruktion gings in immer rasanterer Fahrt die Leventina hinunter in Richtung Biasca. Bei einigen Suhrern überstieg das Tempo zwischenzeitlich schon mal die Fahrzeugbeherrschung, sodass sie ihre Kollegen mit unfreiwilligen Showeinlagen verblüfften, vom Bremsstop auf einem Rad bis zum (glücklicherweise glimpflich verlaufenen) Sturz. Die wahren Könner hingegen liessen sich nicht einmal von Treppenstufen auf dem Fussweg entlang der Ticino-Schlucht zum Absteigen zwingen.

Nach dem Picknick an einem lauschigen Brätel-Platz folgte in der nahen Osteria eine Siesta mit Kaffee und hausgemachten Gelati. Danach führte die Fahrt hinunter nach Cresciano, wo bereits die nächste Disziplin auf die SATUS-Sportler wartete: Rafting im Zweierkanu auf dem 15 Grad kühlen Ticino, hinunter nach Bellinzona. Bald waren die Bikes verladen, das Badzeug montiert, die Schwimmwesten festgezurrt, die Helme aufgesetzt und nach anschaulicher Instruktion konnten die Kanus eingewassert werden. Der Kanu-Instruktor musste rasch erkennen, dass die Paddelfertigeiten der Suhrer Sportler zu mehr als beschaulichem Dahingleiten reichten. Bald duellierten sich einige Kanu-Besatzungen in wilden Wasserschlachten. Und wenig später mussten einige Übermütige bereits die bei der Instruktion erlernte Wiedereinstiegstechnik anwenden. Die eifrigsten Bootsteams liessen sich nur vorübergehend durch spärlich bekleidete Badenixen von Attacken abhalten. Währenddessen beschränkte sich der Instruktor darauf, bei einigen heiklen Stellen zur Disziplin zu mahnen. Als der Fluss schliesslich mit wilden Schnellen zu voller Konzentration zwang, war das Vergnügen auch schon zu Ende. Bikes und Rucksäcke wurden wieder gefasst und die letzten Kilometer zum Bahnhof Bellinzona in Angriff genommen. Gerade noch rechtzeitig konnten die Drahtesel abgegeben werden. Nach erfrischender Dusche in der Jugi wartete der ersehnte Apero, gefolgt vom heisshungrig verzehrten Nachtessen in der Pizzeria. Nicht fehlen durfte danach natürlich ein unterschiedlich ausgiebiges Eintauchen ins lautstarke bellinzoneser Nachtleben.

Am anderen Morgen führte die Reise per Zug nach Rivera und dort mit der Seilbahn nach Alpe Foppa. Auf verschiedenen Pfaden wurde der Monte Tamaro in Angriff genommen und in rekordverdächtiger Zeit bezwungen. Die Anstrengung wurde durch prächtige Rundsicht belohnt. Nach dem Mittagessen reichte es gerade noch für eine rasante „Verdauungsfahrt“ auf der Rodelbahn – Bremsverbot Ehrensache – bevor die Zeit für die Heimreise gekommen war. Zufrieden konnte die SATUS-Sportlerschar einmal mehr auf ein rundum gelungenes Sportweekend zurückblicken, diesmal perfekt organisiert von Kurt Flückiger.

Sportfest Rothrist 2007

Starke Suhrer am Sportfest Rothrist

Erich Schmid

Am Wochenende vom 15.-17. Juni stand der lang erwartete Jahres-Höhepunkt auf dem Programm, das regionale Sportfest in Rothrist. Jetzt wollten die Suhrer SATUS-Sportlerinnen und Sportler zeigen, dass sich das Trainingslager in Ligurien gelohnt hatte.

Mit Sack und Pack beladen richteten sich die Turner am Freitag Abend auf dem Zeltplatz ein. Nach dem Abendessen galt es, die Unihockeyaner und Volleyballer in deren Nachtturnieren zu Höchstleistungen anzuspornen. Die Unterstützung zahlte sich aus: Beide Teams heimsten trotz starker Konkurrenz Sieg um Sieg ein. Dann allerdings verliess die Unihockeyaner im Kampf um einen Podestplatz das Glück. Trotz trotz letztem Einsatz klassierten sie sich auf dem undankbaren 5. Platz unter 19 Teams. Als weiteres Suhrer Team erreichte der Männerriegen-Nachwuchs den 11. Rang. Mehr Wettkampfglück hatten die Volleyballer: Sie eroberten als Dritte unter 25 Teams den ersten Suhrer Podestplatz!

Samstag Morgen alles nass: In der Nacht hatte es kräftig geregnet. Schwache Sonnenstrahlen verhiessen immerhin Wetterbesserung für den anstrengensten Wettkampftag: Nach dem Frühstück nahmen vier Suhrer Quartette den Gruppenwettkampf „Team Fit“ in Angriff und absolvierten dazwischen gleich auch noch die Einzeldisziplinen „Fit mit Sport“.

Spannung nach dem Abendessen: Beim Team Fit stand bereits die Siegerehrung bevor. Gross war der Jubel der jüngsten Suhrer Mannschaft, als SATUS Suhr zum Silbermedaillengewinner ausgerufen wurde. Immer länger aber wurden die Gesichter, als die ausgerufenen Namen gar nicht zum Team passten. Endlich wurde klar: die Männerriege des SATUS Suhr hatte ebenfalls mit einer offensichtlich erfolgreichen Mannschaft teilgenommen. Erst recht ging der Jubel los, als die jungen Turner sogar als Sieger ausgerufen wurden! Gespannt warteten die Älteren, ob sie von den Youngsters völlig in den Schatten gestellt worden waren. Zwar schrammten die unter 45-Jährigen mit dem 4. Rang knapp am Podest vorbei. Die Turner über 45 hingegen trumpften gross auf: Bei Bronze und gleich nochmals Gold kannte der Jubel kaum Grenzen!

In aller Früh ging es am Sonntag Morgen weiter. Während zwei Dreier-Teams den Triathlon in Angriff nahmen (Schwimmen, Inline, Rennen), wollten beim Badminton ganze 10 Mixed-Duos in 2 Kategorien um vordere Ränge mitmischen. Aufregung beim Triathlon: Die gesamte Inline-Ausrüstung eines Turners war zuhause liegen geblieben. Mit Inlines eines Kollegen und einem kurz vor Start organisierten Helm konnte der Wettkampf doch noch losgehen. Trotz wenig Training resultierten erfreuliche Ränge 5 und 8. Beim Badminton eroberten die Suhrer unter mehr als 70 Teams die Ränge 5 (2x), 4 und 3. Bei den über 45-jährigen belegten Suhrer Teams die Ränge 4 und 5. Geri Leutwyler und Käthi Roth stiessen sogar in den Final vor und errangen frenetisch angefeuert den Turniersieg! Abgerundet wurden die tollen Suhrer Leistungen durch die Faustballer der Männerriege, die im Twin-Faustball nebst der Silbermedaille gleich auch noch mit den Rängen 5 und 7 auftrumpften.

Gross war die Spannung vor der abschliessenden Siegerehrung: ob es wohl im Einzelwettkampf für weitere Suhrer Spitzenplätze reichen würde? Schon die zwei U30-Suhrer durften sich freuen: ein 5. Rang für Christoph Widmer und gar Gold für Roman Kuhn! Die Älteren verpassten zwar knapp einen Podestplatz, überzeugten aber mit einer starken Mannschaftsleistung: 6. Marcel Sigg, 7. Geri Leutwyler, 8. Klaus Valetzky, 10. Daniel Furrer und dazu noch ein 14. und ein 17. Rang! Je einen 10. Platz erreichten als einzige Suhrer Teilnehmende in ihren Kategorien Isabelle Schneider und Markus Leder!

Hoch zufrieden machten sich die Suhrer am Sonntag auf den Heimweg: das Trainingslager in Italien hatte sich voll ausbezahlt!