Trainingslager 14.-18. Mai im Elsass

Ein kleines SATUS-Team hatte sich für das eidgenössische Turnfest in Lausanne angemeldet. Da war ein Trainingslager zur Vorbereitung natürlich zwingend. Um die 5 Tage optimal nutzen zu können, hatte Markus ein Programm im nahen Elsass geplant. Am frühen Mittwoch-nachmittag teilten sich 10 teilnehmende Sportler samt Mountainbikes auf Autos und Anhänger auf. Als nach 17 Uhr auch das letzte Fahrzeug mit «Steinzeitnavi» in St. Hippolyte angekommen war, war vor dem Essen ein kleiner Dorfrundgang angesagt. Da die Hotelbar schon geschlossen war, gings danach schon frühzeitig zu Bett.

Am Donnerstag hatte Markus eine 16 km lange Bergwanderung zum über dem Ort thronenden Schloss Königsbourg geplant. Am Eingang gaben die SATUS-Sportler der Security brav alle mitgeführten Taschen-messer ab. Nach eindrücklichem Rundgang und Picknick gings retour zum Hotel, wo die Einen vor dem Nachtessen eine erste Sportfest-Disziplin einübten, während die anderen das Hotelschwimmbad er-kundeten. Zum Essen gings in ein schön eingerichtetes kleines Lokal mit feinem Essen, während der ausgesuchte Megamix-Wein einen gemixten Eindruck hinterliess und wenig Mega mundete. Zurück im Hotel ‘ge-nossen’ die Sportler die mit Hotel-Klängen gemischte Song-Contest-Vorausscheidung in Basel, bevor es gegen Mitternacht ins Bett ging.

Am Freitag konnten endlich die mitgeführten Bikes gesattelt werden. Zuerst ging es mit den Autos zum Ausgangspunkt in der Nähe eines Hochmoors. Der mit groben Steinen versetzte erste Streckenteil war eher für Bergwanderer als für Biker konzipiert, sodass einige Abschnitte auch für erfahrene Biker kaum fahrbar waren. Einige überschätzten indessen ihr Können und verloren die Kontrolle, bevor sie absteigen konnten: Die 5 (!) mehr oder weniger elegant ge-
stürzten Biker liessen sich aber nichts anmerken und setzten die Fahrt trotz Blessuren fort. Und auch das Material zollte der holprigen Strecke Tribut: 2 verlorene Rücklichter, 1 Dämpfer mit Ölverlust. Immerhin: die eigenen Bikes hielten klar besser durch als frühere Mietbikes…Nach mehr als 1000 erklommenen Höhenmetern und doppelt so langer Abfahrt kam die Sportlerschar wieder beim Hotel an. Erholung bei Drinks und Wellness war angesagt, bevor es mit den Bikes in eine rustikale Elsässer Wystub im Nachbartort ging. Der deutschstämmige Wirt unterhielt die Gäste mit flotten Sprüchen, während die Sportlerschar mit dem Nebentisch Kontakt knüpfte, wo sich ein Gast als Bürgermeisterin des Nachbarorts outete. Nach opulentem Essen und einem Schnäpschen aus dem Nist-kasten gings zurück nach Hippolyte. Am Samstag wurden wieder die Wanderschuhe geknüpft. Nach der Anfahrt per Auto zum Ausgangs-punkt gings zu den Rochers des Géants, eine eindrückliche Tour durch einen felsdurchsetzten Wald. In Ribeauville gabs zur Belohnung Café und Tarte, bevor die Rückfahrt mit den Autos organisiert werden musste. Nach Schwimmen bzw. Sauna gabs diesmal wieder ein feines Nachtessen im Hotel, abgerundet durch den Song-Contest-Final am Grossbild-schirm. Allerdings verabschiedete sich ein müder Sportler nach dem andern, bis die Lounge sich noch vor der Entscheidung geleert hatte.

Am Sonntag startete die Sportlerschar nach dem Zimmerräumen mit den Bikes vom Hotel via Ribeauville nach Riquewihr, wo ein erster Kaffeestopp eingelegt wurde. Plötzlich sprang ein Sportler wie von der Tarantel gestochen hoch und spurtete zu seinem Bike, um es vor Dieben zu retten – allerdings entpuppten sich diese als harmloses englisches Paar, das lediglich für ein Foto die Handtasche über den Lenker gehängt hatte. Stirnrunzeln bei den übrigen Bikern – und breites Grinsen, als kurz darauf ein chinesisches Paar das Bike erneut als Handtaschen-Aufhänger zweckentfremdete. Schliesslich gings weiter nach Colmar zu einem aus-giebigen Stadtrundgang inkl. Mittagessen. Angesichts der fortge-schrittenen Zeit wählte die Sportlerschar den kürzeren Retourweg zum Hotel. Nach dem Verladen gings zurück zur KEBA Aarau, wo sich die Sportlerschar per Bike bzw. Auto auf den kurzen Heimweg machte.
Fazit: ein gelungenes, von Markus perfekt organisiertes Trainingslager – zwar ohne Meer und somit auch ohne Morgenjogging, dafür dank eigenen Bikes weitgehend pannenfrei!
E. Schmid