Sportfest Schaffhause 2010

Suhrer Sportler auch im Dauerregen eine Macht
E. Schmid

Regen, danach noch mehr Regen und zum Abschluss starker Regen – so etwa die Wetterprognose für das diesjährige SATUS-Sportfest in Schaffhausen. Unbeirrt machte sich am Freitagnachmittag eine stattliche Suhrer Sportlerschar auf den Weg in die Ostschweiz. Einige Hartgesottene liessen sich trotz der Aussichten nicht einmal vom Zelten abhalten. 

Glücklicherweise konnten Unihockeyaner und Mixt-Volleyballer ihre Nachtturniere in der Halle bestreiten. Mit höchst unterschiedlichem Erfolg: trotz vollem Einsatz musste das Unihockey-Team erkennen, dass ein Spitzenrang im äusserst starken, zum Teil mit nationalen Spitzenspielern besetzten Teilnehmerfeld unerreichbar war. Besser lief es dem Mixed-Volleyball-Team: Es dominierte die Gegner fast nach Belieben und brachte schon am ersten Abend eine Goldmedaille ins Trockene!  

Nach regnerischer Nacht machten sich die Turnerinnen und Turner am Samstagmorgen daran, die Fitnessdisziplinen im Team- und Einzelwettkampf zu bestreiten. Aufgrund kurzfristiger Ausfälle mussten die Teams zum Teil neu formiert werden. Wieder einsetzender Regen bewog die meisten dazu, die Freiluftdisziplinen optimistisch auf später zu verschieben. Doch als nach Abschluss aller Hallendisziplinen der Regen immer noch nicht nachlassen wollte, wurde es mit dem Zeitplan immer enger: Bis zum Start des Triathlon am frühen Abend mussten alle Fitnessdisziplinen absolviert sein. Endlich hatte Petrus Erbarmen und stellte den Hebel auf leichten Nieselregen um. Eiligst wurden die Aussendisziplinen in Angriff genommen, doch die Zeit wurde immer knapper. Angesichts der für Inlineskate immer noch kritischen Strassenverhältnisse entschieden sich die Suhrer Herrenteams schliesslich, zugunsten der Freiluftdisziplinen und trotz Medaillenhoffnungen auf den Triathlon zu verzichten. 

Am Abend gespanntes Warten auf die erste Siegerehrung im Festzelt: Wie hatten sich die Suhrer wohl geschlagen? Schon im Vereinswettkampf gab es nebst einem vierten Rang eine Bronzemedaille zu feiern – allerdings hörten die Suhrer im Festlärm nur gerade „Suhr“, so dass ein Quartett einfach mal auf gut Glück das Podest erklomm – statt der acht eigentlichen Medaillengewinner. Dann aber kam es immer besser: Bronze im Team-Wettkampf für die jüngeren Sportler und sogar Gold und Silber für die beiden älteren Quartette – ein kompletter Medaillensatz war zu bejubeln! Im Triathlonsorgte das einzige gestartete Suhrer Trio gar für eine kleine Blamage der Herrenwelt: drei mutige Suhrerinnen erreichten in einem ansonsten – von einer einzigen Frau abgesehen – reinen Männerfeld den hervorragenden 4. Platz unter 9 Teams! 

Nach der Festnacht hiess es am Sonntagmorgen früh zu den Spielturnieren antreten. Während im Wiesenvolleyball ein Mittelfeldrang resultierte, konnten die Suhrer Badminton-Duos wie schon im Vorjahr um vordere Ränge mitkämpfen. 

Am frühen Nachmittag warteten die Suhrer gespannt auf den zweiten Teil der Siegerehrung. Lagen im Fitness-Einzelwettkampf trotz Fehlen des im Vorjahr besten Turners vordere Ränge drin? Mit je einem 5. Rang (Kat. A: Roman Kuhn, Kat. B: Markus Leder) erzielten schon die Jüngeren achtbare Resultate. Noch besser schlugen sich die Älteren: Ränge 6, 8 und 9 (von 48) in der Kategorie C, gar eine Bronzemedaille (Kurt Flückiger) in der Kategorie D! Als eine der zwei für Suhr startenden Frauen erkämpfte sich Käthi Roth sogar eine Goldmedaille! Und das war immer noch nicht alles: im Badminton gab’s mit Silber und Bronze bei den Älteren sowie Gold bei den Jüngeren wie am Vorabend erneut einen kompletten Medaillensatz zu feiern! So war dafür gesorgt, dass die lädierte Suhrer Fahne bei ihrem letzten Einsatz vor der Fahnenweihe nochmals ausgiebig zum Einsatz kam… 

Zufrieden durften die Suhrer Sportler nach den Wettkämpfen den Heimweg aus der Ostschweiz antreten – und dies endlich bei nahezu trockener Witterung…