Sportfest 2008

Medaillenregen für den SATUS Suhr

Am Sportfest vom 20. bis 22. Juni musste sich zeigen, ob sich der Trainingsaufwand inklusive Auffahrts-Trainingslager für die SATUS-Sportler gelohnt hatte. Während sich die Turner am Freitagabend vorerst auf Pasta-Buffet und EM-Viertelfinal konzentrieren konnten, starteten das Volleyball-Team und die Unihockeyaner bereits um 19 Uhr in ihre Nachtturniere. In der entscheidenden Phase waren dann aber die Turner zum Anfeuern zur Stelle. Nicht umsonst: beide Teams konnten sich weit vorne in der Rangliste platzieren – am Schluss gabs einen 3. Rang (von 29!) fürs Volley und gleich nochmals Bronze fürs Unihockey – die Trainingsdisziplin trug also offensichtlich Früchte!

Nachtschwärmer mit eigener Stereoanlage auf dem Zeltplatz sorgten dafür, dass viele Turner während der ohnehin kurzen Nacht kaum ein Auge zudrücken konnten. Nachdem der Präsident schon zuvor von einem Strolch mit einer nassen WC-Rolle beworfen worden war, war sich die Turnerschar ihrer Leistungsfähigkeit nicht mehr so sicher. Würde man sich am Wettkampftag trotz allem wieder voll auf sportliche Höchstleistungen konzentrieren können?

Nachdem sich auch die erst am Samstagmorgen hinzugestossenen Turner am reichhaltigen Frühstücksbuffet verköstigt hatten, machten sich die Sportler für den Teamwettkampf bereit. Gegenseitig feuerten sich die 4 suhrer Quartette bei den verschiedenen Disziplinen an (Ausdauerlauf, Sprint mit Basketball, laufender Weitsprung und Zielwurf). Suhr 1 und 2 lieferten sich bei den Älteren bis zur letzten Disziplin ein hart umkämpftes, spannendes Duell um den vereinsinternen Sieg. Ob das auch in der Gesamtwertung für Spitzenränge reichen würde?

Nach der mittäglichen Stärkung stand noch der Einzelwettkampf an. Doch angesichts drückender Mittagshitze zogen es die Suhrer vor, sich bei einer Siesta im Baumschatten noch etwas von den morgendlichen Strapazen zu erholen. Schliesslich galt es, in den 8 Disziplinen möglichst hohe Punktwerte zu erkämpfen.

Nach der willkommenen Pause mobilisierten die Suhrer nochmals alle Energiereserven und trieben sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. Zwischendurch beteiligten sie sich auch noch in zwei Disziplinen am neuen einteiligen Vereinswettkampf, bei dem es galt, jeweils mindestens zu acht ein möglichst gutes Gesamtergebnis zu erzielen. Nach einer abschliessenden gemeinsamen Runde auf der Finnenbahn stiessen die Suhrer mit einem kühlen Bier auf den Abschluss des Haupt-Wettkampftags an und genossen die auf der Wiese stattfindenden Gruppendarbietungen. Schon bald aber galt es, sich fürs Abendessen bereitzumachen. Den kurz nach der Siegerehrung auf Grossleinwand übertragenen Fussballkrimi Holland-Russland wollte man sich schliesslich nicht entgehen lassen.

Doch oh Schreck beim Betreten des Festzelts: eine schier endlose Schlange Hungriger belagerte das Buffet – offensichtlich waren die Organisatoren vom gleichzeitigen Andrang überfordert. Trotz knurrender Mägen beschlossen die meisten notgedrungen, sich vorläufig auf flüssige Nahrung zu beschränken (wozu man sich eigentlich ebenso in die Schlange hätte stellen müssen – doch der Durst überwog für einmal englische Disziplin). Hart war allerdings, dass alle, die sich etwas zu essen ergattert hatten, mit dampfenden Tellern unmittelbar am Suhrer Tisch vorbei zu ihren Plätzen steuerten. Hoffentlich würde zumindest die bevorstehende Siegerehrung die knurrenden Mägen vorübergehend vergessen machen.

Und die Suhrer wurden nicht enttäuscht: Im Teamwettkampf errang das aus den Reihen des Unihockey zusammengestellte jüngste Suhrer Quartett die Silbermedaille. Kaum Grenzen kannte der Jubel, als bei den Älteren die 3 Suhrer Teams nebst einem vierten Rang als Gewinner von Gold und Silber ausgerufen wurden! Hochzufrieden machten sich die meisten Suhrer in Richtung Stadion auf, um sich einen guten Platz für den EM-Match zu sichern. Auf dem Weg dahin liess sich mit einer Bratwurst zumindest der ärgste Hunger stillen. Von Fussball allerdings war auf der Leinwand vorerst nicht viel zu sehen – der Projektor musste gegen den längsten Tag des Jahres anfänglich kapitulieren.

Während einige nach dem Match bereits ins Zelt schlüpften, wollten die meisten noch etwas bei Musik und Tanz im Festzelt feiern. Doch kurz nach Mitternacht war endgültig Bettruhe angesagt, denn der letzte Wettkampftag sollte für die Meisten bereits in aller Früh beginnen.

Nach kurzem Schlaf trafen sich die Suhrer am Sonntagmorgen kurz nach 6 Uhr wieder zum Frühstück. Während 6 Suhrer Mixed-Duos ab 7 Uhr am Badminton-Turnier teilnahmen, traten 2 Suhrer Trios beim Triathlon an. Ein weiteres Suhrer Duo wollte sich gar im Beach-Volley messen.

Gegen Mittag traf sich die Suhrer Sportlerschar unter dem mittlerweise in Beschlag genommenen Schattenbaum, um Schlussvorführungen und Siegerehrung nicht zu verpassen. Obs wohl für weitere Medaillenränge reichen würde?

Schon im Badminton konnten zwei Suhrer Duos feiern: Sowohl Isabelle und Philipp Schneider bei den Aktiven (57 Teams) als auch Käthi + Geri in der Kategorie 45+ (20 Teams) erkämpften sich je die Silbermedaille. Und gleich nochmals Silber gabs für Christoph Widmer und Marco Vontobel im Beach-Volley. Im Einzelwettkampf (Kategorie A) errang Roman Kuhn die bronzene Auszeichnung. Geri Leutwyler wurde in der Kategorie D unter 42 Sportlern gar umjubelter Goldmedaillengewinner und damit wie schon im Team-Wettkampf Turnfestsieger! Zu dumm, dass der Suhrer Fahnenträger vor lauter Suhrer Medaillengewinnern gerade bei diesem Triumph seinen Einsatz verpasste…

Doch noch war sein Engagement gefragt: Im Triathlon durfte Suhr 1 (Markus Karli, Dani Furrer, Erich Schmid) eine weitere Silbermedaille in Empfang nehmen. Und im Vereinswettkampf gabs nebst einem 8. erneut einen 3. Rang zu bejubeln. Die im Anschluss an die Siegerehrung verteilte Rangliste zeigte, dass sich im Einzelwettkampf nebst den Medaillengewinnern viele andere Suhrer auf vorderen Rängen platzieren konnten:

  • Gaby Lüscher als einzige für Suhr startende Sportlerin (13. von 54)
  • Marco Vontobel (8.) und Christop Widmer (11.) in der Kategorie A (total 21)
  • Dani Furrer (4.) Erich Schmid (8.), Beat Leutwyler (12.) und Klaus Valeczky (15.) in der Kategorie C (total 39)
  • Kurt Flückiger (9.), Beni Alemann (15.) in der Kategorie D (total 42)

Mit der Gewissheit, dass sich der Trainingsaufwand tatsächlich voll ausgezahlt hatte, durften die Suhrer nach den letzten Vorführungen – unter anderem mit einer schweizer Weltmeisterin im Rhönrad – zufrieden den Heimweg antreten. Einen Schreckmoment allerdings gabs beim Ausladen: Zwei Turner suchten vergeblich Gepäck und Zelte. Kurz entschlossen fuhr Geri zurück nach Langenthal und konnte wenig später Entwarnung geben. Das Gepäck war nicht wie schon befürchtet von einer fremden Riege eingeladen worden. Auch nicht etwa Platzmangel wegen der reichen Medaillenausbeute war der Grund – eines der Gepäckdepots war in der Festfreude schlicht und einfach in Langenthal vergessen worden…